Ev. Kirchengemeinde Hauingen - Gebäude und Geschichte

 

Die Evangelische Nikolauskirche in Hauingen:


   Kirche und Pfarrhaus bilden ein schönes Ensemble in der Dorfmitte.

Die erste schriftliche Bestätigung der Kirche Hauingen findet sich 1083 in der Gründungsurkunde des Klosters St. Alban, Basel und in einem Schreiben von 1102/03. Eine Hauinger Kirche gibt es also schon vor über 1000 Jahren, denn die Verehrung des Hl. Nikolaus datiert aus der Zeit um 950. 19 Nikolauskirchen gab es allein in unserer näheren Umgebung.
Bauliche Reste der früheren Hauinger Kirchen finden sich noch am Turm aus dem 14. Jahrhundert, 1469 bestätigt durch die Inschrift an der Ostseite „Anno Domini M CCCC LXIX“.

Mit der Zunahme der Bevölkerung wurde ein größeres Kirchenschiff notwendig. Hauingen hatte im Jahr 1700 220 Einwohner, 1800 420, 1900 1155, 2000 3018. Eine wichtige Rolle spielten für eine größere Kirche auch die zahlreichen Badegäste im Hauinger Bad seit etwa 1700 vor allem aus Basel, die das Dorf und auch den Gottesdienst besuchten.
Treibende Kraft für einen doppelt so großen Neubau war 1766 Pfarrer Jacob Christoph Friesenegger, der 1759 hier noch J.P. Hebels Eltern traute und auch der damalige Vogt Johann Jacob Schneider. Begünstigt wurde der Neubau auch durch den kirchenbaufreudigen Markgraf Carl Friedrich. 1768 war das neue Kirchenschiff fertig. Ihren Beitrag leistete die Gemeinde durch ihren Auftrag an Johannes Scherren aus Steinen, der für die Ausschmückung der Empore 33 Holztafeln mit Motiven aus dem Alten und Neuen Testament bemalte.

Eine grundlegende Wandlung erfuhr die Kirche 1969/70 bei der Umgestaltung zur „Quersaalkirche“. Auf erhöhtem Podest an der Südwand fanden Altar, Kanzelpult und Taufbecken aus Aluminiumguss von Rudolf Scheurer, Brombach einen neuen Platz. 5 Fenster im Hintergrund mit dem Motiv „Edelsteine am Weg“ von Jürgen Brodwolf beleuchten den Altarbereich mit wechselndem Lichteffekt je nach Sonnenschein.

1973 erhielt die Kirche eine neue Orgel von der Firma Peter Vier in Oberweier mit 13 Registern. Nach gründlicher Sanierung durch die Orgelbaufirma Späth aus March-Hugstetten 2004 wurde ein Oboen-Zungenregister hinzugefügt.
Nachdem alle Glocken dem 2. Weltkrieg geopfert werden mussten, erhielt Hauingen 1950 ein neues Geläut mit der Stimmung f, es, b, c von der Firma Bochumer Verein für Gussstahl.

Gerhard Moehring


>Bilder der Kirche<

   

IMPRESSUM